![]() ![]() Willkommen bei der Musikkapelle 1894 Meerhof e.V. Der Verein: Hier stellen wir uns Ihnen vor! Verschaffen Sie sich einen Überbilck über unsere Aktivitäten. Machen Sie sich ein Bild von uns und blättern Sie durch unsere umfangreich Fotogalerie. Lesen Sie Presseberichte, die von der Musikkapelle veröffentlicht wurden. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf! Interner Bereich für die aktiven Musiker. Hier finden Sie Internetadressen von befreundeten Vereinen und vieles mehr... Schreiben Sie uns einige nette Zeilen in unser Gästebuch. Verschaffen Sie sich einen schnellen Überblick über unsere Seiten. ![]() Unsere Chronik steht auch zum herunterladen bereit: In dieser umfangreichen Vereinsgeschichte können Sie die musikalische Entwicklung in Meerhof von 1894 bis heute nachlesen. Vorbemerkung Eine ausführliche Geschichte der Musikkapelle 1894 Meerhof schreiben zu wollen, ist eine heute nicht mehr realisierbare Aufgabe; denn schriftliche Aufzeichnungen (Versammlungsprotokolle und Jahrestätigkeitsberichte) sind uns nur noch ab dem Jahre 1959 erhalten. Umso mehr freut es uns, im ersten Teil dieser kleinen Chronik auszugsweise auf die Festschrift aus dem Jahre 1969 zurückgreifen zu dürfen, in welcher der damalige Volksschullehrer Dieter Schnell auf der Grundlage anderer Quellen und mündlicher Überlieferung eine umfangreiche Darstellung der Vor- und Frühgeschichte der Meerhofer Blasmusik veröffentlicht hat. I. Von den Anfängen bis zum Ende des 2. Weltkrieges Als zum Ende des 19. Jahrhunderts die Menschen das während der Industrialisierungsjahre in Vergessenheit geratene Liedgut wiederentdeckten und sich weiterhin eine allgemeine Lebensfreude Platz verschaffte, entschlossen sich im März 1894 einige Meerhofer Bürger, ihrer Liebe zur Musik mit Hilfe von Instrumenten hörbaren Ausdruck zu verleihen, der wiederum bei den Mitbürgern starken Eindruck hinterließ. Die durch emsigen Fleiß und häufige Proben schon bald erzielte Harmonie ließ die 6 „Solisten“: Emanuel Wiegers, Wilhelm Fahle, Joh. Seidensticker, Josef Wittgen, Joh. Bornemann und Joh. Hillebrand nach kurzer Zeit zu einem einzigen Klangkörper zusammenwachsen, zur Musikkapelle Meerhof, deren 100jähriges Bestehen wir 1994 feiern durften. Die sechs Gründer übten zunächst unter der Leitung des Militärmusikers Müller. Zu diesem Zweck mussten sie sich einmal in der Woche in dessen Wohnort Scherfede einfinden, was angesichts der damaligen Verkehrsmittel oft beschwerlich genug gewesen sein mag. Ein weiteres Mal in der Woche trafen sie sich im Hause von Johannes Bornemann. Bereits im Gründungsjahr hatten die Meerhofer Musikanten ihren ersten öffentlichen Auftritt anlässlich des Kriegerfestes. Mit dem Anhören wuchs das Ansehen und mit der Beliebtheit die Zahl der Mitglieder des jungen Vereins. Acht Neumitglieder verstärkten das Orchester: Friedrich Rölleke, Wilhelm Schmidt (Böggen), Wilhelm Bunte, Bernhard Sieren, Wilhelm Schmidt (Müllerkes), Martin Bunte, Anton Wiegers und Joh. Fahle. Nun war die Kapelle so groß, das Probenleiter Müller die Musiker wöchentlich einmal persönlich aufsuchte, um ihnen nicht nur die Flötentöne beizubringen. Dafür wurde er stündlich mit 5.- RM entschädigt, einer Menge Geld für die damalige Zeit! Als Vorsitzender und auch musikalischer Leiter der jungen Kapelle wirkte bis zu seinem Tode im Jahre 1909 Emanuel Wiegers. Das Repertoire der Meerhofer Musikkapelle wird sich in den Anfangsjahren im wesentlichen auf Militärmusik, gegebenenfalls noch auf kirchliche Musik beschränkt haben. Anlässe für eine militärisch-musikalische Zeremonie gab es in den ersten 20 Jahren des Besehens in jedem Jahr mindestens einmal, nämlich an Kaisers Geburtstag am 27. Januar. So heißt es in der Meerhofer Chronik: „Am 27. Januar wurde der Geburtstag Seiner Majestät des Kaisers großartig gefeiert, ganz besonders durch den hiesigen Kriegerverein, welcher am Morgen gemeinschaftlichen Kirchgang hatte, wurde dann von der Musikkapelle abgeholt und dann ging´s zum Vereinslokal, wo dann ein gemütlicher Frühschoppen genommen wurde. Und am Abend fand Zusammenkunft und Concert in dem Fahleschen Saale statt.“ Ein bedeutungsvoller Anlass, mit Pauken und Trompeten die gesamte Einwohnerschaft durch das Dorf zu geleiten, bot sich 1907, als die Wasserleitung eingeweiht wurde. Die Musikkapelle bestand also schon 13 Jahre, bevor der erste Tropfen aus einem Meerhofer Wasserhahn rann! Bei allen öffentlichen Veranstaltungen, die in irgendeiner Weise musikalischer Umrahmung bedurften, konnte die junge Kapelle ihr Können unter Beweis stellen. Aber auch zahlreiche andere Ortschaften richteten Einladungen an das Orchester, wenn in ihnen ein Fest geplant war. Daran änderte sich auch nichts, als nach dem Tode von Emanuel Wiegers der Taktstock (und wohl auch die Vereinsführung) von Fritz Rölleke übernommen wurde. Er setzte das Vermächtnis seines Vorgängers in aufopfernder Bereitschaft und mit ungebrochenem Idealismus fort. Der 1. Weltkrieg wurde zu einer harten Probe für die wenigen in der Heimat zurückbleibenden Musikanten. Mit viel Energie gelang es Fritz Rölleke, nach dem Kriege wieder einen ansehnlichen Klangkörper zusammenzubringen. Doch die Not der 20er Jahre führte dazu, dass etliche weitere Musiker Meerhof verließen, um in den Städten nach besseren Verdienstmöglichkeiten zu suchen. Nach über 20 Jahren Dirigententätigkeit übergab Fritz Rölleke im Jahre 1930 seinem Sohn Xaver den Taktstock zur Leitung des damals auf 5 Mann reduzierten Orchesters. Der neue Kapellmeister Xaver Rölleke ahnte zu diesem Zeitpunkt sicherlich noch nicht, dass er wenige Jahre später vor politisch bedingten Problemen stehen würde, die er gewiss nicht ohne zähe Beharrlichkeit, unerschütterliche Treue zur Musik und schließlich auch nicht ohne ein gutes Maß Schlauheit hätte lösen können. Dabei ging es in erster Linie gar nicht um den Bestand der Kapelle; denn die nationalsozialistischen Machthaber wussten genau, welche propagandistische Wirkung man mit Blasmusik erzielen konnte. So wurde der Druck „von oben“, sich in einen SA- Musikzug umzuwandeln, zunehmend stärker. Ein Ausweg wurde gesucht – und gefunden: Die Musikkapelle wechselte die Farbe, aber statt der Braunen Uniform zog sie die dunkelblauen der Feuerwehr an und wurde quasi über Nacht zur Feuerwehrkapelle. Damit stellten sich die Meerhofer Musiker unter den Schutz einer Institution, mit der sich nicht einmal nationalsozialistische Kommunalpolitiker anzulegen wagten. In dieser neuen Rolle trat die damals etwa 12 Mann starke Kapelle bei allen öffentlichen Veranstaltungen in Meerhof auf und konnte auch einer Reihe von Verpflichtungen in den Nachbardörfern nachgehen. Auch zum Kriegerfest 1939 hatten die Mitglieder der Musikkapelle ein wohleinstudiertes Programm vorbereitet, den Instrumenten noch ein letztes Mal strahlenden Metallglanz aufpoliert, ihren Feuerwehrhosen exakte Kniffe einbügeln lassen; doch an diesem Tag – dem 1. September – wurde mit der Tradition plötzlich gebrochen: Die Mobilmachung wurde bekannt gegeben und mit ihr der Ausbruch des 2. Weltkrieges. Die meisten Musiker wurden zur Wehrmacht einberufen, die Kapelle wurde zerrissen. Fünf Musiker kehrten nicht mehr aus dem Krieg zurück: Anton Linnemann, Rudolf Dinkelmann, Hermann Blome, August Teipel und August Dülme. II. Vom Neubeginn bis heute Es dauerte 10 Jahre, ehe die Musikkapelle 1894 Meerhof zum ersten Mal wieder in der Öffentlichkeit auftrat. Vorangegangen waren unermüdliche Bemühungen seitens Xaver Rölleke und Franz Linnemann, mit den nach und nach in die Heimat zurückgekehrten sechs Musikern einen Neuanfang zu erreichen. Zum Sportfest 1949 aber war es dann soweit: Die wiedererstandene Musikkapelle führte die Fußballer durchs Dorf zum gerade neu geschaffenen Sportplatz am „Flachsrauten“. Allerdings war man zu diesem Zeitpunkt noch nicht so weit, ohne die Aushilfe etlicher Musiker aus anderen Dörfern aufzutreten. Das aber änderte sich zusehends, nachdem ab 1950 Lehrer Josef Lauffenberg die musikalische Leitung der Musikkapelle übernahm. Seinem musikalischem Können, aber auch seiner wohldosiert verabreichten Strenge, konnten es die Musiker verdanken, dass sie sich bereits 1952 in der Lage sahen, das Schützenfest in Blankenrode mit ausschließlich Meerhofer Musikern zu spielen. Als Herr Lauffenberg zum großen Bedauern aller wenige Jahre später dienstlich versetzt wurde, übernahm Alt- Kapellmeister Xaver Rölleke wieder die Leitung des Orchesters, bis ihn die Folgen eines schweren Arbeitsunfalls endgültig an der weiteren Ausübung seiner Funktion hinderten. Im Jahre 1958 gelang es Xaver Rölleke und dem zwischenzeitlich zum 1. Vorsitzenden gewählten Franz Linnemann, Herrn August Kaltenborn als neuen Dirigenten zu gewinnen. Ihm gelang es in kleinen, aber hörbaren Schritten, die Qualität der Meerhofer Blasmusik kontinuierlich zu verbessern. Im gleichen Jahr übernahm der damals 25jährige Johannes Niewels das Amt der Kapellmeisters und damit die Verantwortung dafür, dass bei der Ausführung der Festmusik, insbesondere der Tanzmusik, alles klappte. In den 60er Jahren entwickelte sich die Musikkapelle zu einer gefragten Festkapelle. Beim Lesen der Jahrestätigkeitsberichte jener Jahre wird einem bewusst, dass die Zahl der jährlichen Auftritte damals sicher nicht geringer war als heute. Besonders auffallend sind die vielen Abende, an denen Tanzmusik aufgeführt werden musste. 1961 zum Beispiel Stangenabend und Schützenball in Meerhof sowie die kompletten Schützenfeste in Blankenrode und Helminghausen, 7 Tanzabende in Gasthaussälen (Meyer und Vorwerk), 3 Tanzabende bei Sportfesten (Husen, Meerhof, Madfeld) und schließlich noch je einen Tanzabend beim Musikfest in Fürstenberg und beim Sängerfest in Oesdorf. Schon bald war es der Normalfall, dass die Meerhofer Musiker neben allen nur denkbaren sonstigen Verpflichtungen auch drei auswärtige Schützenfeste spielten. Das ging immer noch nicht in jedem Fall ganz ohne Aushilfe; eine Art „Dauervertrag“ hatte der Giershagener Bassist Arthur Schandelle. Die Tanzveranstaltungen wurden, sicher auch aus Kostengründen, mit 10 bis höchstens 14 Mann gespielt. Ansonsten konnte die Kapelle bei Marsch -, Konzert- und Unterhaltungsmusik gelegentlich bis zu 20 Musiker aufbieten, eine für die damalige Zeit sicher nicht geringe Zahl! Einen vorläufigen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte bildet zweifellos das 75jährige Vereinsjubiläum im Jahre 1969. Die inzwischen auf 23 aktive Musiker angewachsene Kapelle verband mit dem Jubelfest gleichzeitig die Ausrichtung des Bezirksmusikerfestes des Volksmusikerbundes, dem die Meerhofer im Jahre zuvor beigetreten waren. Nicht weniger als 20 Gastvereine folgten der Einladung des Jubelvereins, der zudem erstmals in neuen Uniformen des Typs auftrat, wie sie auch heute noch getragen werden. Unvergessen bleibt auch die Festschrift, um deren Inhalt sich Lehrer Dieter Schnell und um deren Gestaltung und Finanzierung sich der damalige Kassierer Günter Agethen verdient gemacht haben. Im Dezember des folgenden Jahres verstarb Dirigent August Kaltenborn. Im Jahrestätig- keitsbericht 1970 ist zu lesen: „Für uns alle war es ein Schlag, als wir vom plötzlichen Tode unseres langjährigen Dirigenten erfuhren. Seit 1958 hatte er die Leitung unserer Kapelle übernommen. Ihm war es gelungen, den Klang unserer Kapelle zu veredeln und die Begeisterung der Kameraden zu erhalten und zu steigern. Wir verloren in Herrn Kaltenborn einen guten und aufrichtigen Menschen“. Es gelang dem Vorstand, bereits zu Beginn des Jahres 1971 Herrn Ulrich Boxberger aus Marsberg als neuen Dirigenten zu verpflichten. Unter seiner Leitung vollzog die Musikkapelle eine deutliche Hinwendung zur Konzertmusik, insbesondere auch zu moderneren Arrangements. Gleich zu Ostern 1971 begann er, damals noch im Freien, die bis heute gepflegte Tradition der Oster- bzw. Frühjahrskonzerte. Im September des gleichen Jahres standen die Meerhofer Musiker vor der bis dahin größten Aufgabe in der Vereinsgeschichte: Sie waren als Festkapelle beim Kreisschützenfest in Helmern verpflichtet. Der Chronist vermerkte damals: „Verstärkt durch vier auswärtige Kollegen traten wir mit 22 Musikern an. Die Resonanz aus dem Publikum, die Anerkennung und das Lob, das Kreisschützenvorstand und der Vorstands des Schützenvereins Helmern uns zollten, zeigte uns, dass sich alle Mühen gelohnt hatten.“ Die Generalversammlung 1973 respektierten den lange gehegten Wunsch des 1. Vorsitzenden Franz Linnemann, die Verantwortung für die Vereinsführung in die Hände eines jüngeren, vor allem eines aktiven Kollegen zu geben. Zu seinem Nachfolger wurde Martin Wiepen gewählt. In Würdigung seiner Verdienste beim Neuaufbau der Musikkapelle nach dem Kriege wurde Franz Linnemann zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Ein völlig neuer Weg bei der Jugendausbildung wurde 1976 beschritten, als erstmals eine komplette Nachwuchsgruppe von 26 Jungen und Mädchen geworben werden konnte. Dirigent Ulrich Boxberger übernahm das Amt des Jugendleiters und legte mit seinem Engagement den Grundstein für die zahlenmäßige Vergrößerung der Musikkapelle. Die Stammkapelle aber hatte zur gleichen Zeit erhebliche Probleme bei der Ausführung von Schützenfestmusik. In den Jahren 1976, 1978 und 1979 spielten die Meerhofer Musikanten kein einziges auswärtiges Schützenfest. Als 1980 – vielleicht aus Trotz – gleich drei solcher Verpflichtungen eingegangen wurden (Padberg, Essentho und Giershagen), kam es Ende Februar zu gravierenden Meinungsverschiedenheiten darüber, wie viele Proben der Festmusik bzw. der Konzertmusik gewidmet sein sollten, mit der bedauerlichen Folge, dass Ulrich Boxberger von seinen Ämtern zurücktrat. Für den Rest des Jahres dirigierte aushilfsweise Bernd Sieren, ehe Ende des Jahres Martin Wiepen jun. zum neuen Dirigenten gewählt wurde. Als sich in der Generalversammlung des Jahres 1982 Martin Wiepen sen. Nicht zur Wiederwahl stellte, wurde Günter Agethen als sein Nachfolger ins Amt des 1. Vorsitzenden gewählt. In seiner Amtszeit wurden die Anstrengungen in der Nachwuchsförderung intensiviert, gemeinsam mit dem Gesangsverein ein Probenraum im Dachgeschoss der Grundschule eingerichtet, die Ausrüstung des Orchesters erweitert und insgesamt ein gutes musikalisches Niveau sowohl bei der Konzert- und Unterhaltungsmusik als auch bei der Marsch- und Tanzmusik erreicht und gehalten. Für letztere war all die vielen Jahre Kapellmeister Johannes Niewels verantwortlich, bis er sich Ende 1990 nach 33jähriger Tätigkeit nicht mehr zur Wiederwahl stellte. In deinem Drittel-Jahrhundert hat er mit stets der richtigen Mischung aus Humor und Strenge dafür gesorgt, dass sich die Musikkapelle bei Festen aller Art sehen lassen konnte. Zu seinem Nachfolger wurde Willi Kaiser gewählt. Auf seine Initiative geht das Turmblasen zurück, welches seit 1993 an den Adventwochenenden stattfindet. Seit Ende 1993 bekleidet Meinolf Koch das Amt des Kapellmeisters. Vom 9. bis 11. September 1994 wurde das 100-jährige Bestehen der Musikkapelle im Rahmen des Stadtmusikfestes gefeiert. Nach Hl. Messe und Festzug gab es freitags eine Feierstunde in der Schützenhalle mit Festreden und Ehrungen. Rund 30 ehemals Aktive aller Altersgruppen überraschten die Jubelkapelle mit einem Ständchen. Danach begann ein Heimatabend mit traditioneller Unterhaltungs- und Tanzmusik. Am Samstag und am Sonntag kamen insgesamt 22 Gastvereine, um durch Teilnahme an den Festzügen und konzertante Darbietungen das Jubiläumsfest zu verschönern. Herausragendes Ereignis am Samstagabend war sicherlich das Festkonzert des Musikvereins Gailingen, unseres Partnervereins vom Hochrhein (Nähe Bodensee), der an allen drei Tagen unser besonderer Gast war. Die ersten Kontakte zu den Gailingern waren etwa ein halbes Jahr vorher geknüpft worden und die Meerhofer Musikanten hatten bereits Ende Juni ihren Antrittsbesuch in Gailingen abgestattet. Die Freundschaft wurde immer weiter intensiviert und bis heute haben insgesamt sieben Besuche und Gegenbesuche stattgefunden. Aus Anlass des Jubiläums wurde auch eine Festschrift herausgegeben, die bei allen Festgästen auf reges Interesse stieß (Auf Nachfrage sind noch einzelne Exemplare zu erhalten). Nach Helmern 1971 und Essentho 1986 wurde die Musikkapelle Meerhof im Jahre 1998 zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte als Festkapelle bei einem Kreisschützenfest engagiert, diesmal in Holtheim. Auch bei dieser Gelegenheit wurden die Meerhofer ihrem Ruf gerecht, mit steigender Anforderung zur Bestform aufzulaufen. Die letzten Jahre des alten und die ersten des neuen Jahrtausends standen ganz im Zeichen eines Generationswechsels. Seit dem Vereinsjubiläum wurden zwei weitere Nachwuchsgruppen ausgebildet und in die Stammkapelle integriert. Gleichzeitig schieden etliche Stammmusiker aus unterschiedlichen Gründen aus, so dass von den 50 auf der Rückseite der o. g. Festschrift abgebildeten Musikern des Jahres 1994 heute, also acht Jahre später, 24 nicht mehr dabei sind. Dennoch verfügt die Kapelle wieder über 53 Musiker. Ende des Jahres 2000 stellte sich Dirigent Martin Wiepen jun. nicht mehr zur Wiederwahl. Nach 20 erfolgreichen Jahren als musikalischer Leiter wurde er von der Generalversammlung einstimmig zum Ehrendirigenten ernannt. Im folgenden Jahr gewann man mit Herrn Rolf Richter aus Kassel einen fachlich versierten Dirigenten, der zwar ein ansprechendes Osterkonzert einübte, in den folgenden Monaten aber nicht in der gewünschten Weise mit den Musikern und ihrem Vorstand harmonierte, so dass seine Tätigkeit im Spätsommer des gleichen Jahres beendet wurde. Das Osterkonzert 2002 wurde von Herrn Laszlo Pete, einem jungen Dozenten der Musik-Fachhochschule in Detmold und begnadeten Posaunisten, einstudiert und vor einem begeisterten Publikum aufgeführt. Als beide Seiten, Herr Pete und der Vorstand, sich bereits über eine dauerhafte Zusammenarbeit verständigt hatten, erhielt Laszlo Pete ein Angebot für eine Anstellung an der Musik-Hochschule im fernen Kiel, dass er verständlicherweise nicht ausschlagen konnte. Einen Generationswechsel gab es schließlich auch in der Vereinsführung. Wie bereits drei Jahre zuvor angekündigt, stellte sich auch der inzwischen 62 Jahre alte 1. Vorsitzende Günter Agethen Ende des Jahres 2000 nicht zur Wiederwahl. Nach vorausgegangener 20- jähriger Vorstandsarbeit als Kassierer und Schriftführer hatte er 18 Jahre lang an der Spitze der Musikkapelle gestanden und in diesen Jahren als unermüdlicher Antreiber vieles bewegt. In Würdigung dieser herausragenden Leistung ernannte die Generalversammlung ihn zum Ehrenvorsitzenden. Zu seinem Nachfolger wurde der 38-jährige Saxophonist Thomas Schwalbowski gewählt. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Die Chronik der Musikkapelle 1894 Meerhof ![]() ![]() |